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Glossar

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A

Adresskommission
>> siehe Befrachtungskommission

American Bureau of Shipping (ABS)
>> siehe Klassifikations-, Zertifizierungsgesellschaft

International renommierte amerikanische Klassifikationsgesellschaft für Schiffssicherheit, -konstruktion, -technik und Meerestechnik. Durchführung der Zertifizierung nach international standardisierten Management- und Qualitätssystemen. 

Agio
Das Agio ist das Aufgeld oder Aufschlag auf den Nenn- oder Nominalwert bzw. auf die Zeichnungssumme.

Anbieter
Der Verantwortliche für das öffentliche Angebot der Vermögensanlage ist der Anbieter.

Anlaufkosten
Kosten, die beim Start eines Unternehmens entstehen, beispielsweise Gründungskosten für Rechtsberatung, Notar, Handelsregistereintrag. Weitere Anlaufkosten sind die Kosten für die Erarbeitung des Fondskonzepts, für Prospekterstellung, Gutachten, Eigenkapitalplatzierung, Fremdkapitalbeschaffung, Steuerberatung, Treuhandschaft, Geschäftsbesorgung, Mittelverwendungskontrolle, Zwischenfinanzierung usw.

Ausflaggung
Die Ausflaggung ist die Eintragung eines Schiffes in das Schiffsregister eines anderen Staates, um z.B. Betriebskosten, Personalkosten oder Steuern zu reduzieren.

Auszahlung
Eine Auszahlung ist die Entnahme von Liquiditätsüberschüssen, die anteilig auf die Anleger verteilt werden.

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B

Backbord
Backbord ist in Fahrtrichtung die linke Seite des Schiffes (rote Markierung; Gegenteil: >> siehe Steuerbord, grüne Markierung).

BaFin
BaFin ist die Abkürzung für „Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht“ mit Sitz in Frankfurt. Gemäß gesetzlicher Vorgabe vom 01.Juli 2005 ist die Veröffentlichung der Verkaufsprospekte durch die BaFin zu gestatten (Genehmigungsverfahren).

Ballasttanks
Ballasttanks dienen der Stabilisierung des Schiffes und können mit Wasser gefüllt werden. Je nach Beladung wird so die gewichtsmäßige Belastung ausgeglichen.

Bareboat–Charter (BBC)
Die Überlassung eines Schiffes ohne Ausrüstung und Besatzung für einen bestimmten Zeitraum (engl. bare = nackt, bloß) nennt man Bareboat-Charter.

Bauaufsicht
Unter Bauaufsicht versteht man die Überwachung des Schiffsbaus (termingerecht, technisch einwandfrei) auf der ausführenden Werft durch Fachpersonal.

Befrachter
>> siehe Charterer

Befrachtung
Die Befrachtung ist die Summe aller Tätigkeiten, um für ein oder mehrere Schiffe einer Reederei Beschäftigung durch Abschlüsse von Reise- oder Zeitcharterverträgen auf dem Frachtenmarkt zu finden bzw. diese zum Einsatz in der regelmäßigen Linien- bzw. Stückgutfahrt auf festen Routen an Linienreedereien für ein oder mehrere Reisen zu verchartern.

Befrachtungskommission
Unter einer Befrachtungskommission ist die Vermittlungsvergütung für eine Charter in Höhe eines vertraglich vereinbarten Prozentsatzes der Charterrate zu verstehen. Diese Vergütung wird mit Abschluss eines durch einen Makler vermittelten Chartervertrages fällig.

Beirat
Der Beirat ist ein Gremium zur Interessenvertretung der Anleger und wird mehrheitlich von diesem gewählt. Der Beirat unterstützt und berät die Geschäftsführung in wichtigen Fragen der Unternehmenspolitik und berichtet den Anlegern.

Bereederer
>> siehe Vertragsreeder

Beteiligungsgesellschaft
An Beteiligungsgesellschaften geschlossener Fonds können sich Anleger durch Zeichnung von Fondsanteilen beteiligen. Der Anleger tritt als Gesellschafter der Beteiligungsgesellschaft mit allen Rechten (u.a. Mitwirkungs- und Kontrollrechte, Anteil am laufenden Ergebnis und am Liquidationsgewinn) und Pflichten (Einzahlung der Einlage, Haftung usw.) bei.

Betriebsergebnis
Das Betriebsergebnis gibt Gewinn oder Verlust als Differenz zwischen Erträgen und Aufwendungen des Geschäftsjahres wieder. Im Falle der Schifffahrtsgesellschaften ergibt sich das Betriebsergebnis aus den Nettochartererlösen abzüglich Schiffsbetriebskosten, Zinsaufwendungen und Gesellschaftskosten.

Betriebskosten
>> siehe Schiffsbetriebskosten

Betriebsphase
Die Betriebsphase ist der Zeitraum zwischen >> Investitionsphase und Veräußerungsphase (Verkauf des Schiffes). In dieser Zeit erfolgt die Vermarktung (Vercharterung) und Verwaltung des Investitionsobjekts mit regelmäßiger, mindestens jährlicher Abrechnung der betrieblichen Ergebnisse.

Bruttocharterrate                                                                                                                                                           Im meist standardisierten Chartervertrag zwischen Reederei und Charterer festgelegter Preis für die Überlassung eines Schiffes. Durchweg pro Tag (engl.: per day, p. d.) angegeben.

Bruttoraumzahl (BRZ)
Als Bruttoraumzahl bezeichnet man das Raummaß eines Schiffes, sie wird aus dem gesamten umbauten Raum ermittelt und dient der Berechnung von u.a. Hafenkosten, Kanalgebühren, Steuern und sonstigen Abgaben.

Bugstrahlruder
Das Bugstrahlruder ist ein Propeller im Vorderteil des Schiffes, im Bug. Es ermöglicht Querbewegungen oder Drehen des Schiffes, unterstützt Manöver in engen Revieren (z.B. Häfen).

Bulk Carrier
>> siehe Massengutfrachtschiff (Bulk Carrier/Bulker)

Bulker
>> siehe Massengutfrachtschiff (Bulk Carrier/Bulker)

Bunker
Als Bunker bezeichnet man den Treibstoff für den Antrieb der Hauptmaschine und der Hilfsdiesel des Schiffes.

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C

Capesize
Capesize ist eine Größenklassenbezeichnung eines Massengutfrachtschiffes, ca. 100.000-300.000 tdw. Capesize Bulk Carrier werden fast ausschließlich im Transport von Eisenerz und Kohle für die Stahlproduktion eingesetzt.

Cashflow
Der Cashflow ist eine wirtschaftliche Messgröße, die den aus der Umsatztätigkeit und sonstigen laufenden Tätigkeiten erzielten Nettozufluss liquider Mittel während einer Periode darstellt.

Charterer
Der Charterer ist ein Mieter eines ausgerüsteten Schiffes für eine bestimmte Zeit (timecharter) oder Reiseroute (tripcharter/voyagecharter). Bei einer Bareboat-Charter ist der Charterer für die Ausrüstung und Crew selber zuständig.

Charterrate/Frachtrate
Als Charterrate/Frachtrate bezeichnet man den Mietzins eines betriebsbereiten Schiffes für eine bestimmte Zeit oder Reiseroute (Zahlung i.d.R. in US-Dollar/pro Tag).

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D

Det Norske Veritas (DNV)
Det Norske Veritas (DNV) ist eine international renommierte norwegische Klassifikationsgesellschaft für Schiffssicherheit, -konstruktion, -technik und Meerestechnik. Durchführung der Zertifizierung nach international standardisierten Management- und Qualitätssystemen. 

Devisentermingeschäft
Devisentermingeschäfte sind verbindliche Vereinbarungen, zwei vereinbarte Währungsbeträge zu einem bestimmten zukünftigen Zeitpunkt und zu einem festgelegten Kurs zu tauschen.

Dockung
Unter Dockung versteht man das ins Dock Stellen eines Schiffes, zur Durchführung von Wartungsarbeiten bspw. für die Klasseerneuerung.

Doppelhülle
Der Schiffsrumpf wird mit doppelter Bordwand und Doppelboden ausgestattet. Dieses ist eine so genannte Doppelhülle.

dwt (engl. deadweight tons) oder/auch tdw (engl. tons deadweight)
Die gesamte Tragfähigkeit eines Schiffes in metrischen Tonnen, inklusive Treibstoff, Ladung, Ausrüstung, Proviant, etc. wird in dwt/tdw gemessen/ angegeben.

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E

Eigenkapital/Eigenmittel
Die Differenz zwischen Vermögen und Schulden eines Unternehmens wird als Eigenkapital/Eigenmittel bezeichnet. Bei Fonds in der Rechtsform der Kommanditgesellschaft (KG) besteht das Eigenkapital/bestehen die Eigenmittel aus Kommanditkapital, Rücklagen, Gewinnvortrag und – aus der Bilanz nicht erkennbaren – stillen Reserven. Das Eigenkapital und das Fremdkapital (von Banken, Lieferanten oder sonstigen Kreditgebern) bilden zusammen das Gesamtkapital der Gesellschaft.

Einschiffsgesellschaft                                                                                                                                                       Gesellschaft, üblicherweise in der Rechtsform der KG, die ein einzelnes Schiff erwirbt und betreibt.

Emittent
Ein Emittent ist der Herausgeber von in Umlauf gebrachten Vermögensanlagen. Es kann sich dabei um ein Unternehmen, eine öffentliche Körperschaft, den Staat oder andere Institutionen handeln.

Ergebniszuweisung
Die Ergebniszuweisung ist der Anteil des Anlegers am handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Gewinn oder Verlust der Beteiligungsgesellschaft, der ihm nach der gesellschaftsvertraglich vereinbarten Verteilungsabrede zusteht (prozentualer Gewinn- und Verlustanteil).

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F

FEU (Fourty-foot Equivalent Unit)
FEU ist die Maßeinheit für die Ladekapazität von Containerschiffen 40 Fuß Standardtransportbehälter/Container (rd. 12,20 Meter).

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G

Germanischer Lloyd (GL)
Das Unternehmen Germanischer Lloyd (GL) ist eine international renommierte deutsche Klassifikationsgesellschaft für Schiffssicherheit, -konstruktion, -technik und Meerestechnik. Durchführung der Zertifizierung nach international standardisierten Management- und Qualitätssystemen.

Geschlossener Fonds
Als geschlossenen Fonds bezeichnet man eine Beteiligungsgesellschaft für eine Investition in feststehender Höhe. Ein geschlossener Fonds wird regelmäßig in der Rechtsform einer Personengesellschaft (z. B. Kommanditgesellschaft) geführt. Ist das erforderliche Kapital eingeworben worden, wird der Fonds geschlossen, der Kreis der Kapitalanleger ist also begrenzt.

Gesellschafterversammlung
Die Gesellschafterversammlung der Fondsgesellschafter ist im Wesentlichen das Forum der Anlegermitbestimmung. Der Gesellschaftsvertrag regelt Form und Frist der Versammlung. Wichtige Tagesordnungspunkte sind der Bericht der Geschäftsführung, die Feststellung und Genehmigung des Jahresabschlusses, die Entlastung von Geschäftsführung und Beirat, die Beschlüsse über Auszahlungen, Beiratswahl, Änderung des Gesellschaftsvertrages und die Geschäftspolitik.

Gesellschaftsvertrag
Geschäftsgrundlage für die Vermögensanlage ist der Gesellschaftsvertrag. Der Gesellschaftsvertrag regelt insbesondere Unternehmensziel, Kapitaleinlagen, Rechte und Pflichten von Gesellschaftern und Geschäftsführung, Ergebnisverteilung, Informations-, Kontroll- und Mitbestimmungsrechte der Anleger, Anteilsübertragung, Kündigung und Abfindungsguthaben (Auseinandersetzung) sowie Auflösung (Liquidation) der Beteiligungsgesellschaft.

GmbH & Co. KG
Eine GmbH & Co. KG ist eine besondere Ausprägung der im Handelsgesetzbuch (HGB) geregelten Kommanditgesellschaft (KG). Die unbegrenzt haftende Gesellschafterin (Komplementär) ist keine natürliche Person wie bei der reinen KG, sondern eine juristische Person (GmbH). Übliche Form bei geschlossenen Fonds aus Gründen der Risikobegrenzung.

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H

Havarie
Die Havarie ist der Schadensfall eines Schiffes, bei dem das Schiff und oftmals auch die beförderte Ladung in erheblicher Weise in Mitleidenschaft gezogen wird. Im Extremfall gehen Schiff und Ladung unter. Sowohl das zu Schaden gekommene Schiff als auch sein Eigentümer bzw. seine Passagiere werden als Havarist(en) bezeichnet.

Heuer
Die seemännische Bezeichnung für die tariflich festgesetzte Entlohnung von Mannschaftsgraden nennt man Heuer.

Handelsregister (HR)
Das Handelsregister ist ein öffentliches Verzeichnis, das Eintragungen über die angemeldeten Kaufleute im Bezirk des zuständigen Registergerichts führt.

HGB                                                                                                                                            Handelsgesetzbuch

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I

IMO
Die International Maritime Organisation (IMO) wurde 1958 gegründet. Die IMO ist eine Unterorganisation der UNO mit Sitz in London und hat die Funktion einer beratenden zwischenstaatlichen Schifffahrtsorganisation zur Erhöhung der Schiffssicherheit und zur Verhütung von Meeresverschmutzungen durch Schiffe.

Investitionsphase
Als Investitionsphase bezeichnet man den Fondsstart über einen begrenzten Zeitraum. In diesen Zeitraum fallen: Fondskonzeption, Prospekterstellung und Beschaffung von Fremd- und Eigenkapital. Bei Schiffsfonds: Bau und Infahrtsetzung des Schiffes oder Übernahme eines Second-Hand-Schiffes.

Investitionsrechnung
Die Investitionsrechnung ist Teil der gesamten Unternehmensplanung, sie weist sämtliche wichtigen Kosten während des Fondsbeginns aus: Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Schiffes, Anschaffungs- oder Baunebenkosten, Zwischenfinanzierungszinsen, Anlaufkosten, Sonstiges und die  Liquiditätsreserve. Die Summe ist das Gesamtinvestitionsvolumen, oft Gesamtaufwand genannt, und muss sich betragsmäßig mit dem Finanzierungsvolumen (Eigen- und Fremdkapital des Fonds) decken.

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K

Klasse
Die Klasse definiert die Bauausführung und den Erhaltungszustand von Schiffskörper und Ausrüstung. Sie wird von den Klassifizierungsgesellschaften durch Buchstaben/ Ziffernkombinationen (Klassezeichen) ausgedrückt und in Register und Zertifikate eingetragen. Die Klasse hat eine beschränkte Gültigkeitsdauer (Klasselauf), in der definierte reguläre und außerplanmäßige Besichtigungen zur Neuerteilung der Klasse (Klasseerneuerung) durchgeführt werden. 

Klassifikations-, Zertifizierungsgesellschaft
>> siehe American Bureau of Shipping (ABS), >> siehe Det Norske Veritas (DNV), >> siehe Germanischer Lloyd (GL), >> siehe Lloyd’s Register
Die in diesem Glossar genannten Klassifikations-, Zertifizierungsgesellschaften sind alle international renommierte Klassifikationsgesellschaften für Schiffssicherheit, -konstruktion, -technik und Meerestechnik. Die Zertifizierung erfolgt nach international standardisierten Management- und Qualitätssystemen (z.B. ISO-Norm).

Knoten/kn
Die Geschwindigkeit eines Schiffes wird in Seemeilen pro Stunde (1 kn = 1,852 km/h) gemessen.

Kommanditgesellschaft (KG)
Bei einer Kommanditgesellschaft (KG) handelt es sich um eine Personengesellschaft mit zwei Gesellschafterformen: >> siehe Kommanditisten –  Haftung auf eine bestimmte im Handelsregister eingetragenen Kapitaleinlage beschränkt; >> siehe Komplementäre – uneingeschränkte Haftung mit Gesamtvermögen.

Kommanditist
Der Kommanditist ist der Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft, bei dem die Haftung gegenüber Dritten auf den Betrag der von ihm übernommenen Hafteinlage beschränkt ist.

Kommanditkapital
Das Kommanditkapital ist das Kapital, welches die Kommanditisten insgesamt aufbringen. Entspricht – ausgenommen Einlagen der Gründungskommanditisten – dem Platzierungskapitalvolumen. Neben dem ggf. in Anspruch genommenen Fremdkapital (Bankdarlehen) wesentlicher Teil des Gesamtkapitals einer Kommanditgesellschaft.

Komplementär
Der Komplementär ist mit seinem gesamten Vermögen persönlich haftender Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft.

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L

Lloyd’s Register
Das Lloyds Register ist eine international renommierte englische Klassifikationsgesellschaft für Schiffssicherheit, -konstruktion, -technik und Meerestechnik. Durchführung der Zertifizierung nach international standardisierten Management- und Qualitätssystemen.  Lloyd’s Register ist die größte Klassifikationsgesellschaft der Welt mit Sitz London.

Loss-of-Hire
Loss-of-Hire ist der Erlösausfall/Charterausfall während der Nicht-Beschäftigung des Schiffe durch z.B. Beschädigung oder Maschinenausfall. Dieses Unternehmerrisiko trägt i.d.R. die Versicherung.

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M

Major Bulks
Major Bulks sind trockene Massengüter (z.B. Eisenerz, Kohle, Getreide).

Makler
Aufgabe der Makler/Schiffsmakler ist es, gegen Zahlung einer Kommission, Charterverträge zu vermitteln und abzuschließen (engl. Ship Broker).

Massengutfrachtschiff (Bulk Carrier/Bulker)
Ein Massengutfrachtschiff transportiert Massengut wie z. B. Getreide, Erze, Phosphate, Bauxit und Kohle. Dieser Schiffstyp hat mengenmäßig den mit Abstand größten Anteil der auf dem Seewege transportierten Güter.

Massengutfrachter unterscheiden sich nach Ihrer Größe:

  • Handysize Bulk Carrier (10-30.000 tdw)
  • transportieren kleine Ladungsgrößen in Fahrtgebiete mit Häfen, die einen geringen Tiefgang haben. Handy Bulk Carrier haben meist ihr eigenes Ladegeschirr;
  • Handymax Bulk Carrier (30-50.000 tdw) haben auch meist eigenes Ladegeschirr;
  • Superhandymaxbulker (51.000 - 59.000 tdw),
  • Panamax Bulk Carrier (60-80.000 tdw) transportieren hauptsächlich Kohle, Getreide und Bauxit im weltweiten Verkehr transportieren; » siehe Panamax-Klasse
  • Capesize Bulk Carrier (100-300.000 tdw) transportieren fast ausschließlich Eisenerz und Kohle für die Stahlproduktion;

Mit steigender Größe nimmt der Tiefgang der Schiffe zu. Panamax- und Capesizebulker verfügen i.d.R. nicht über eigenes Ladegeschirr.

Mittelverwendungskontrolle
Die Mittelverwendungskontrolle ist die neutrale Überwachung der Anlegergelder in der Investitionsphase. Diese Aufgabe übernehmen i.d.R. der Fonds-Kontrolleur/Standesrechtler (Rechtsanwalt, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, gelegentlich eine Bank). Die von den Anlegern eingezahlten Kapitalanlagen zzgl. Agio werden erst nach Erfüllung bestimmter Freigabekriterien an den Fonds oder an Dritte ausgekehrt.

MARPOL (Marine Pollution)
MARPOL ist das internationale Übereinkommen zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch Schiffe. Umfasst u.a. umfangreiche Regelungen zur Verhütung der Meeresumweltverschmutzung, Regelungen für Schiffsabwasser und Schiffsmüll, Verpflichtung der Häfen Auffanglager für Öl- und Chemikalienreste einzusetzen.

Massengüter
Als Massengüter bezeichnet man große Mengen homogener Ladungsart (zumeist unverpacktes Schüttgut).

Massen-Stückgut (massengutartiges Stückgut)
Massen-Stückgut ist eine große einheitlich verpackte Menge Stück- und Schüttgut (z.B. Getreidesäcke, Paletten, Eisendraht, Feinbleche, Maschinen).

Minor Bulks
Minor Bulks sind trockene Massengüter in kleinen Partien verladen (z.B. landwirtschaftliche Produkte – u.a. Zucker, Sojabohnen; Zement, Kunstdünger, Phosphat, Zement).

MS
MS ist die Abkürzung für Motorschiff.

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N

Nettocharterrate
Die Nettocharterrate ist die Charterrate für ein Schiff abzüglich der Vermittlungsvergütung (Kommission).

Nettoraumzahl (NRZ)
Die Nettoraumzahl ist die Berechnungseinheit für die Tonnagesteuer. Sie wird aus dem verdienenden Raum (Laderaum, Tankinhalt) ermittelt und gibt die Verwendungsmöglichkeit eines Schiffes an.

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O

Off-hire
Zeit, in der das Schiff z. B. auf Grund technischer Mängel nicht einsetzbar ist. In diesem Zeitraum während eines Charterverhältnisses werden keine Chartereinnahmen erzielt.

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P

Panamax-Klasse
Die Panmax-Klasse ist eine Schiffsgrößenklasse mit maximaler Breite von 32,30 m. Diese Schiffsgröße hat die maximal Breite zum Durchqueren der Schleusen des Panamakanals.

P&I Versicherung (Protection & Indemnity)
Die P&I Versicherung ist die Haftpflichtversicherung für Schiffe (u.a. Personenschäden, Verlust/Beschädigung der Ladung, Umweltschäden.

Poolbeschäftigung
Bei einer Poolbeschäftigung werden die Einnahmen, die eine bestimmte Anzahl von Schiffen der gleichen Klasse erwirtschaften, in einem sog. Pool gesammelt. Nach Ende einer zuvor klar definierten Zeit werden die Einnahmen durch die Anzahl der im Pool beschäftigten Schiffe geteilt.

Platzierungsgarantie
Die Platzierungsgarantie ist die Zusicherung gegenüber der Emittentin, dass das Platzierungs- oder Emissionskapital eines geschlossenen Fonds vollständig gezeichnet wird. Der Garant gewährleistet, dass er oder ein Dritter eventuelle Platzierungsreste zu einem bestimmten Zeitpunkt übernimmt.

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R

Reederei
Eigentümer eines Schiffes oder mehrerer Schiffe ist die Reederei. Die Aufgaben der Reederei sind u.a. die Ausrüstung, Bemannung, Unterhaltung und der Einsatz des Schiffes. Diese Bereederungsaufgaben können auch von einem anderen Unternehmen, einem Bereederer übernommen werden. Auch kann die Reederei die Befrachtung übernehmen oder damit einen Schiffsmakler beauftragen.

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S

Schiffsbetriebskosten
Die Schiffsbetriebskosten setzen sich im Wesentlichen aus den betriebstypischen Positionen Heuern, Proviant, Versicherungen, Reparaturen, Besichtigungen, Schmierstoffe, Ersatzteile, Klassekosten für Erneuerung der Klassifikation usw. zusammen. Diese Kosten fallen in der Schifffahrt zum Großteil in USD an. In Abhängigkeit vom Einsatzgebiet des Schiffes kann aber auch in anderen Währungen, z.B. in Euro, abgerechnet werden.

Schiffshypothekendarlehen
Bankdarlehen. Die Darlehensforderung des Schiffshypothekendarlehens/ Bankdarlehens ist durch Eintragung einer Schiffshypothek im Seeschiffsregister abgesichert.

Seeschiffsregister
Das Seeschiffsregister ist ein öffentliches vom Amtsgericht geführtes Register (Heimatort oder Heimathafen des Schiffes) für See- und Binnenschiffe (getrennte Register), die berechtigt oder verpflichtet sind, die deutsche Bundesflagge zu führen. Das Schiffsregister gibt Auskunft über Eigentum und rechtliche Verhältnisse der eingetragenen Schiffe.

Self geared
„Self geared“ nennt man Schiffe, die mit eigenem Ladegeschirr ausgerüstet sind und somit unabhängig vom landseitigen Ladegeschirr die Ladung löschen können.

SOLAS-Übereinkommen/SOLAS-Abkommen
SOLAS ist die Abkürzung für: Safety of Live at Sea.
Dieses internationale technische Abkommen schreibt die sicherheitsfördernden baulichen Maßnahmen und Ausrüstungsgegenstände zur Gewährleistung der Leckstabilität und die allgemeinen Verbesserungen der Schiffssicherheit vor.

Spotmarkt
Der Spotmarkt ist der Markt für kurzfristig abgeschlossene Charterverträge (Reisechartern)

Steuerbord
Steuerbord ist in Fahrtrichtung die rechte Seite des Schiffes (grüne Markierung; Gegenteil: >> Backbord, rote Markierung).

Suezmax
Die Suezmax-Klasse ist eine Schiffsgrößenklasse mit einer maximalen Tragfähigkeit von 150.000 tdw (>> siehe tdw), die den Suezkanal befahren dürfen.

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T

Tankdecke
Mit Tankdecke bezeichnet man den Schiffsboden, unter dem sich Ballasttanks und teilweise auch Treibstofftanks befinden.

tdw (tons deadweight)
tdw bezeichnet die Gesamtragfähigkeit eines Handelsschiffes in Tonnen.

TEU (twenty-foot equivalent unit)
TEU bezeichnet die Maßeinheit für die Lade- bzw. Stellplatzkapazität von Containerschiffen (20 Fuß Standardtransportbehälter/Container (rd. sechs Meter).

Tonnage
Tonnage ist die Maßeinheit für den Schiffsraum. Die Schiffsvermessung erfolgt in >> siehe BRZ und >> siehe NRZ nach internationalen Vorschriften. Von Tonnage spricht man auch, wenn Ladungskapazität oder eine bestimmte Flotte gemeint ist. Als Basis für die pauschalisierte Gewinnermittlung ist die Tonnage seit 1999 relevant.

Tonnagesteuer
Die pauschale Gewinnermittlung auf Basis der NRZ als Besteuerungsgrundlage nach dem § 5a EStG bei Betrieb eines Handelsschiffes im internationalen Verkehr nennt man Tonnagesteuer.

Treugeber
Der Treugeber ist eine Person, die Eigentum an Sachen und/oder Rechten auf einen Treuhänder überträgt, so dass diesem die volle Rechtsstellung eines Eigentümers verliehen wird. Wirtschaftlicher Eigentümer bleibt der Treugeber.

Treuhandgesellschaft
Die Treuhandgesellschaft ist ein Unternehmen, dass treuhänderisch und uneigennützig im Auftrag und für Rechnung eines oder mehrerer Treugeber (Anleger) tätig ist. Der Treuhand- und Verwaltungsvertrag regelt Rechte und Pflichten von Treuhänder (Treunehmer) und -geber.

Trip-Charter
Die Reisecharter für die Strecke vom Ladehafen bis zum Löschhafen nennt man Trip-Charter.

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V

Verkaufsprospekt
Der Verkaufsprospekt ist die Prospektierung des Beteiligungsangebotes gemäß der Verordnung über Vermögensanlagen-Verkaufsprospekte. Prospektbestandteile sind u.a.: Beschreibung der wirtschaftlichen, steuerlichen und rechtlichen Konzeption, der wichtigen Fondspartner, der Chancen und Risiken. Zahlenwerk mit Investitions-, Finanzierungs-, Ergebnis-, und Liquiditätsplanung. Vertragswerk mit Gesellschafts-, Treuhand- und Verwaltungsvertrag und Beitrittserklärung. Es besteht das Erfordernis der Prospektwahrheit und -klarheit. Der >> siehe Anbieter haftet für richtigen und vollständigen Prospektinhalt.

Vertragsreeder
Der Vertragsreeder/Schiffsmanager (engl. ship management) ist ein vom Schiffseigentümer beauftragter Dienstleister, dessen Aufgabe die technische und kaufmännische Betriebsführung von Seeschiffen ist (u.a. Einsatz Personal, Einkauf Ersatzteile, Organisation und Ausführung von Reparaturen, Abschluss von Versicherungen, Beschaffung Proviant, Treibstoff, Befrachtung des Schiffes, Bestimmung Einsatzgebiet). Der Umfang der übertragenen Aufgaben, Pflichten, Vergütung und Haftungsfragen ist im Bereederungsvertrag geregelt.

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Z

Zeichnungsschein
Der Zeichnungsschein wird dem Emissionsprospekt beigefügt und vom Anleger und Berater ausgefüllt. Der Beitritt ist erst nach Annahme durch die Treuhandgesellschaft rechtswirksam, der Anleger erhält eine Annahmeerklärung der Treuhandgesellschaft.

Zeitcharter (time charter)
Der Schiffseigentümer (Eigner) stellt das voll ausgerüstete Schiff (betriebsbereit, ladefähig und bemannt) dem Charterer für einen definierten Zeitraum (time charter) zur Verfügung.

Zinsswap
Bei einem reinen Zinsswap vereinbaren zwei Vertragspartner, zu bestimmten zukünftigen Zeitpunkten Zinszahlungsströme auszutauschen. Zur Berechnung dieser Zahlungen wird ein fiktiver Nominalbetrag und ein Zinssatz bestehend aus Swapsatz und Referenzzinssatz zugrunde gelegt. Der Referenzzinssatz kann sich auf unterschiedliche Börsenplätze (z. B. EURIBOR), Währungen (z. B. USD, EUR) oder Laufzeiten (z. B. 3-Monats-EURIBOR, 6-Monats-EURIBOR) beziehen.

Zweitmarkt
Der Zweitmarkt ist der Sekundär-, Secondhandmarkt für Gesellschaftsanteile oder Kommanditanteile. Ein amtlich zugelassener Markt oder Börse existiert nicht.

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